Körperlich spüren wir schneller und komplexer, als unser Verstand etwas erfasst.

Jede Methode bietet etwas Besonderes. Im Focusing ist es der Felt Sense (die gespürte Bedeutung - im Gegensatz zur gedachten):

Unser Körper spürt immer eine ganze Situation, deren Vielschichtigkeit wir uns nicht bewusst sind. Den typischen Felt Sense hingegen kennen wir: das 'Mulmige an einer Sache', das 'komische Gefühl von etwas'. Gewöhnlich übergehen wir das, bis wir nichts mehr spüren. Aber genau da drin steckt eine weiterführende Information, was für uns diese Sache oder Situation 'mulmig' macht. 

Den Felt Sense als 'verpackte' Information anzunehmen, inhaltlich zu verstehen und zu nutzen, ist ein Focusing-Prozess. Verbinden wir dieses körperlich Spürbare mit dem bewussten Denken, gewinnen grosse wie kleine Themen im Alltag hilfreich an Klarheit. Undramatisch verändern sich innere Zustände. Belastende Gefühle, blockierte äussere Umstände können sich vorwärts bewegen. 

Im Focusing ist die Haltung sich selber gegenüber freundlich. Es beginnt mit einem vollständigen Akzeptieren dessen, was ist. Damit sich bewegen und öffnen kann, was sich ändern soll und will, bleibend, Schritt für Schritt, folgerichtig.

Focusing kann eigenständig angewendet werden, verträgt sich mit allen physiologischen und psychologischen Therapieansätzen, ergänzt unterschiedlichste Meditationspraktiken.

Focusing wurde in den 70er Jahren von Eugene Gendlin entwickelt. Er lehrte an der Universität Chicago Philosophie und forschte mit Carl Rogers. Focusing als Hilfe zur Selbsthilfe ist ihm ein grosses Anliegen. 

 

 

 

Wenn sich Lebenssituationen verworren und komplex präsentieren, erkennen wir über den Felt Sense folgerichtige Schritte zur Klärung.

Der Körper lässt uns oft Signale spüren, fühlen oder sehen. Der Felt Sense ermöglicht das Zusammenwirken von Verstand und Körper, wodurch Wandel entsteht.